HHC vs Delta-8: Was hilft besser bei Angst (2025)?

HHC vs Delta-8: Was hilft besser bei Angst (2025)?
29 August 2025
Jonas Lichter 0 Kommentare

Du suchst etwas gegen Angst, willst aber keinen Kontrollverlust. Genau da landen viele bei HHC oder Delta‑8. Beide klingen nach „sanfterem THC“. Die kurze Wahrheit: Es gibt kaum belastbare Daten für Angst. Und was wir wissen, zeigt klare Grenzen. Hier bekommst du einen nüchternen, praxistauglichen Vergleich - ohne Hype, mit klaren Entscheidungskriterien und sicheren Alternativen. Ich schreibe aus Salzburg, beobachte den Markt seit Jahren und spreche regelmäßig mit Ärztinnen und Apothekern hier. Erwartung managen? Ja: HHC und Delta‑8 sind keine Wundermittel, und die Rechtslage in Österreich ist streng.

  • TL;DR: Für Angst ist weder HHC noch Delta‑8 gut belegt. Wenn du zu Nervosität neigst, können beide sogar Anxiety triggern, vor allem in höheren Dosen.
  • Delta‑8 ist THC‑ähnlich und in Österreich 2025 faktisch illegal. HHC ist als neue psychoaktive Substanz reguliert; Verkauf zum Konsum ist untersagt.
  • Wirkung: Delta‑8 wirkt meist spürbar sedierend, aber „benebelt“. HHC variiert stark je nach Isomer/Produkt und kann unberechenbar sein.
  • Sicherheit: Für HHC fehlen klinische Daten; Meldungen zu Tachykardie, Unruhe, Panik kommen vor (EMCDDA 2023). Delta‑8 teilt THC‑Risiken.
  • Bessere Option bei Angst: CBD (evidenznäher), Atem- und Expositionstechniken, Schlafhygiene; bei klinischer Angst: ärztlich abgeklärt.

Entscheidungskriterien: Woran du „besser bei Angst“ wirklich misst

Wenn jemand fragt, ob HHC „besser“ ist als Delta‑8, steckt dahinter meist mehr als nur „Wird mir das helfen?“. Meist geht es um diese Jobs-to-be-done:

  • Ich will Angst schnell senken, ohne auf der Couch festzukleben.
  • Ich will keine Panik oder Paranoia riskieren.
  • Ich will die Wirkung steuern können (Onset, Dauer, Planbarkeit).
  • Ich will rechtlich sicher bleiben (Österreich 2025).
  • Ich will keine bösen Wechselwirkungen oder Nachwirkungen.

Dafür nutze ich acht Kriterien:

  1. Wirkprofil: Anxiolytisch vs. sedierend vs. aktivierend. THC‑artige Stoffe können beides sein - beruhigend in Mini‑Dosen, ängstigend darüber.
  2. Dosierbarkeit: Wie fein lässt sich dosieren? Edibles sind tückisch; Vapes planbarer, aber intensiver.
  3. Onset/Dauer: Schnell rein, schnell raus ist besser, wenn du anfällig für Nervosität bist.
  4. Variabilität: Schwankungen je Batch/Isomer, besonders bei HHC.
  5. Nebenwirkungen: Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schwindel, Grübeln.
  6. Toleranz: Je höher die Toleranz, desto weniger anxiolytisch, desto mehr Nebenwirkungen.
  7. Recht: Strafrisiko ist kein nice-to-have Kriterium, sondern ein K.o.
  8. Evidenz: Gibt es klinische Daten zu Angst? Oder nur Forenposts?

Warum ich so strikt bin? Für Angst gibt es solide Daten zu CBD und Psychotherapie. Für HHC/Delta‑8 fast nichts. Studienlage in Kurzform: THC kann in sehr niedriger Dosis Angst dämpfen, in höherer Dosis macht es diese oft schlimmer (Childs et al., 2017). CBD zeigt in mehreren Placebo-kontrollierten Studien anxiolytische Effekte, etwa bei öffentlichem Sprechen und sozialen Ängsten (Bergamaschi et al., 2011; Crippa et al., 2018). Zu Delta‑8 gibt es praktisch keine hochwertigen Angst-Studien. Zu HHC gar keine klinischen Studien, dafür toxikologische Warnhinweise (EMCDDA, 2023).

Direkter Vergleich: HHC vs Delta-8 bei Angst

Beide sind THC‑verwandt. Delta‑8 bindet an CB1, aber schwächer als Delta‑9. HHC ist hydriertes THC; Mischungen enthalten oft R‑ und S‑Isomere mit unterschiedlicher Aktivität. Ergebnis: Delta‑8 wirkt meist „weicher“, HHC kann mal sanft, mal überraschend stimulierend sein. Genau diese Unberechenbarkeit ist bei Angst ungünstig.

Kriterium Delta‑8 (Δ8‑THC) HHC Kommentar
Substanzart THC‑Isomer (semi‑synthetisch aus CBD) Hydriertes THC (Isomer‑Mischung) Herstellung beeinflusst Reinheit/Isomerverhältnis
Evidenz zu Angst Sehr dünn; meist Anleihen aus Δ9‑Daten Keine klinischen Daten Für Angst keine robuste Studienbasis
Wirkung (subjektiv) Leicht sedierend, „weicher“ als Δ9; in höherer Dosis anxiogen Stark variabel; teils sedierend, teils aktivierend Variabilität bei HHC ist größer
Onset (Vape) 1-5 Min 1-5 Min Vape schneller, aber intensiver
Onset (Edible) 30-120 Min 30-120 Min Hohes Überdosierungsrisiko bei Angst
Dauer (Vape) 1-3 Std 1-3 Std Kürzere Dauer hilft bei Steuerbarkeit
Häufige Nebenwirkungen Mundtrockenheit, rote Augen, Herzklopfen, Grübeln Wie links + Berichte über Unruhe, Panik (EWS‑Meldungen) Bei Angst relevant: Herz und Kopf
Toleranzentwicklung Mittel bis hoch Mittel bis hoch Täglicher Gebrauch schwächt anxiolytischen Nutzen
Recht (Österreich 2025) Fällt unter THC‑ähnliche Stoffe; faktisch illegal Als neue psychoaktive Substanz reguliert; Abgabe zum Konsum untersagt Rechtliches K.o.-Kriterium
Qualität/Kontrolle Oft labelliert, aber Verunreinigungen möglich Starke Schwankungen bei Isomeren/Reinheit Nur geprüfte Analysen wären akzeptabel

Ich weiß, was du jetzt denkst: „Aber Delta‑8 soll doch sanfter sein.“ Stimmt für viele, aber Angst ist tricky. Selbst „sanftes“ THC kann das Herz rasen lassen, Grübelschleifen triggern und dich auf Körpersymptome fokussieren. Bei HHC ist die Streuung noch größer. Genau diese Unsicherheit ist das Gegenteil von Angstmanagement.

Was sagen offizielle Stellen? Die EMCDDA (EU‑Drogenagentur) hat 2023 ein Risikoprofil zu HHC veröffentlicht: gemeldete Nebenwirkungen reichen von Schwindel bis Panik, teils starke Herzsymptome; verlässliche Dosis-Wirkungs-Kurven fehlen. Zu Delta‑8 liegen vor allem Berichte aus Nordamerika vor, inklusive Intoxikationen bei Kindern und Verunreinigungen aus der Synthese. Klinische Angst-Daten? Fehlanzeige.

„Best for / Not for“: Wer profitiert eher, wer sollte lieber die Finger davon lassen?

„Best for / Not for“: Wer profitiert eher, wer sollte lieber die Finger davon lassen?

Ich mache es konkret. Stell dir diese vier Szenarien vor:

  • „Ich habe situative Nervosität (z. B. vor einem Vortrag).“ Wach, ruhig, klar? Da schneiden THC‑artige Stoffe schlecht ab. Besser: CBD in moderater Dosis 60-120 Minuten vorher testen (nicht am Tag X zum ersten Mal). Atemübungen, 2-3 Minuten langsam durch die Nase, doppelt so lange ausatmen.
  • „Ich habe soziale Angst und tendiere zu Grübeln.“ HHC und Delta‑8 erhöhen bei Grüblern das Risiko für innere Unruhe. Besser: CBD + Verhaltenstools (z. B. „externe Fokussierung“: drei Dinge im Raum benennen, die du sehen/hören/fühlen kannst).
  • „Ich schlafe schlecht ein, deswegen bin ich tagsüber ängstlich.“ Sedierende Effekte können einschläfern, aber die Rebound‑Unruhe am Folgetag ist real. Besser: Schlafroutine, Lichtmanagement, Magnesium abends, CBD testen. Wenn THC‑artig, dann nie täglich, nie hoch, nie als Edible zum Schlafen.
  • „Ich habe Panikattacken.“ Finger weg von psychoaktiven CB1‑Agonisten. Triggerpotenzial ist hoch. Ärztlich abklären, Kurzzeit‑Skills (kaltes Wasser, CO2‑Kontrolle, Bodyscan), mittelfristig Therapie.

Wenn du trotz allem vergleichen willst, hier eine klare, nüchterne Einordnung:

  • Delta‑8 - „Best for“: Sehr cannabis‑erfahrene Personen, die in sehr niedriger Dosis eine milde, körperliche Entspannung suchen und rechtliche Risiken bewusst ausschließen (also nicht in Österreich). Not for: Angstprone, Einsteiger, Menschen mit Herzrasen, in Österreich Lebende.
  • HHC - „Best for“: Schwer zu rechtfertigen bei Angst, weil die Variabilität hoch ist und Daten fehlen. Not for: Angstprone, Menschen mit Neigung zu Panik/Herzklopfen, alle ohne saubere Laboranalyse.

Ich habe viele Mails von Leserinnen aus Salzburg gesehen, die mit Mini‑Puffs Delta‑8 ruhig werden wollten - anfangs „ok“, dann ein Abend mit Herzpochen und Gedankenkreisen. Genau dieses „einmal zu viel“ passiert schnell, wenn das Timing oder die Tagesform nicht passt. Bei HHC berichten manche von „angenehm warm“, andere von „plötzlich zu wach“. Für Angst ist „zu wach“ das falsche Wort.

Klare Alternativen, sichere Praxis und dein Entscheidungsbaum

Wenn dein Ziel Angstlinderung ist, spiel die sicheren Karten zuerst. Das ist weder langweilig noch dogmatisch, sondern schlicht die Abkürzung.

1) CBD zuerst, dann alles andere. Die Studienlage zu CBD und Angst ist nicht perfekt, aber deutlich besser als bei HHC/Delta‑8. Mehrere Placebo‑Studien zeigen anxiolytische Effekte, u. a. beim öffentlichen Sprechen und bei sozialer Angst (Bergamaschi 2011; Crippa 2018). In Österreich sind CBD‑Produkte als Aroma/Novel Food ein eigenes Thema, aber rechtlich deutlich weniger riskant als THC‑ähnliche Stoffe. Starte nicht hoch, sondern teste eine moderate Einzeldosis an einem ruhigen Tag und beobachte dich über 2-3 Stunden. Wechselwirkungen mit Medikamenten (z. B. SSRIs) mit Ärztin/Arzt abklären.

2) Nicht‑pharmakologische Tools. Ja, sie wirken. Drei, die ich selbst nutze:

  • Physiologisches Seufzen: 2 kurze Einatmer durch die Nase, langer Ausatmer durch den Mund, 1-2 Minuten. Senkt akutes Stresslevel.
  • CO2‑Toleranz: 4 Sekunden ein, 6-8 Sekunden aus, 5 Minuten. Kein Hyperventilieren, keine Panikspirale.
  • Exposition light: Kleine Dosen der gefürchteten Situation plus Erholung. Aufschreiben, wiederholen, steigern. Das nimmt der Angst die Dramatik.

3) Wenn Medikamente nötig sind, dann evidenzbasiert. Bei klinischer Angst gehören SSRIs/SNRIs, Buspiron oder Hydroxyzin in ärztliche Hände. Wenn du regelmäßig an den Punkt kommst, an dem du „etwas Starkes“ brauchst, ist das ein Zeichen für professionelle Hilfe - nicht für stärkere Cannabinoide.

4) Wenn du trotz Warnungen HHC/Delta‑8 testen willst (rein hypothetisch, nicht in Österreich): Harm‑Reduction. Ich unterstütze keine Rechtsbrüche. Aus pädagogischer Sicht gilt: starte nie an einem schlechten Tag, nie mit Edibles, nie allein, kein Koffein/Alkohol dazu, kein Autofahren, keine wichtigen Termine am selben Tag. Nutze Produkte mit aktueller Laboranalyse (Isomer‑Profil, Pestizide, Lösungsmittel). Halte eine „Exit‑Strategie“ bereit (ruhiger Raum, Wasser, leichter Snack, Atemübungen).

Dein Entscheidungsbaum in drei Schritten:

  1. Ist es in deinem Land legal? In Österreich 2025: Delta‑8 faktisch illegal; HHC als neue psychoaktive Substanz reguliert, Abgabe zum Konsum untersagt - damit raus. Wenn nein, beende die Entscheidung.
  2. Bist du Angst‑prone (Panik, Grübeln, Herzrasen)? Wenn ja, meide psychoaktive CB1‑Agonisten. Wähle CBD + Skills.
  3. Brauchst du Planbarkeit? Wenn ja, meide Edibles. Kurze Onset/kurze Dauer schlagen lange, unkontrollierbare Peaks.

Fehler, die ich immer wieder sehe - und die du leicht vermeidest:

  • „Edibles sind sanfter.“ Nein. Sie sind unberechenbarer, onset‑verzögert und führen häufiger zu Überdosierung.
  • „Mehr hilft mehr.“ Bei Angst gilt oft umgekehrt: je höher, desto mehr Herz und Kopf.
  • „Ich mische ein bisschen Kaffee dazu.“ Koffein + CB1‑Agonisten = mehr Puls, mehr Unruhe.
  • „Ich nutze es täglich.“ Toleranz killt den Nutzen und erhöht die Nebenwirkungen.

Was sagen die Quellen, auf die ich mich stütze? Kurz genannt: EMCDDA (Risikobewertung HHC, 2023); Dosis‑Wirkungs‑Effekte von THC auf Angst (Childs et al., 2017, Drug and Alcohol Dependence); CBD und Angst (Bergamaschi et al., 2011; Crippa et al., 2018; neuere Übersichten 2022-2024). Die National Academies (2017) ordnen THC bei Angst als heikel ein. Diese Linien sind seitdem nicht widerlegt worden.

Mini‑FAQ (die häufigsten Folgefragen):

  • Macht HHC weniger paranoid als Delta‑8? Nicht verlässlich. HHC ist in seiner Wirkung variabler. Einzelne berichten weniger Paranoia, andere mehr Unruhe.
  • Wie ist die Legalität in Österreich 2025? Delta‑8 fällt unter THC‑ähnliche Stoffe und ist faktisch illegal. HHC ist als neue psychoaktive Substanz reguliert; Abgabe zum Konsum ist untersagt. Verkaufstricks mit „Aromaprodukt“ schützen dich nicht.
  • Ist Microdosing eine Lösung? Kleinere Dosen verringern Risiken, aber bei Angst bleibt das Triggerpotenzial. Microdosing ist kein Schutzschild.
  • CBD plus kleine THC‑Anteile - ist das besser? Manche vertragen das. Für Angst ist reines CBD oft kalkulierbarer. Mischungen bleiben psychoaktiv und rechtlich problematisch.
  • Was, wenn meine Angst v. a. körperlich ist (Herz, Magen)? Dann Finger weg von stimulierenden Stoffen. Fokus auf Atem, Entspannung, Schlaf, ärztliche Abklärung.

Nächste Schritte / Troubleshooting:

  • Einsteiger, nervös, berufstätig: 4 Wochen Basics: Schlaf 7-8 h, 10 Min Tageslicht am Morgen, täglicher Spaziergang, 5 Min Atemtraining. Teste CBD an zwei ruhigen Wochenenden, führe ein Stimmungsprotokoll.
  • Erfahren mit Cannabis, aber Angst‑prone: Mach 30 Tage Toleranzpause. Prüfe, ob deine Grundangst sinkt. Dann entscheide neu. Meist merkst du: weniger ist mehr.
  • Akute Stressphase (Prüfung, Launch): Kein Experimentieren. Nutze Tools, die du kennst. Kein neues Cannabinoid, kein Edible.
  • Längere Beschwerden (6+ Wochen): Hausärztin/Hausarzt oder Psychotherapeut:in einbinden. Screening auf Depression, Schilddrüse, Eisen, Schlafapnoe.
  • Du hast schon gekauft, bist unsicher: Prüfe Laboranalyse. Kein Edible. Kein Autofahren. Nicht in Österreich konsumieren. Wenn du dich unwohl fühlst: Atem, Hydration, leichter Snack, ruhiger Ort. Bei starken Symptomen: medizinische Hilfe.

Mein Fazit als jemand, der die Szene seit Jahren beobachtet: Für Angst brauchst du Vorhersagbarkeit. Weder Delta‑8 noch HHC liefern das zuverlässig, und die Rechtslage in Österreich 2025 ist ein klares Nein. Setz auf Dinge, die dich heute und nächste Woche stabil machen: gute Routinen, Skills und - wenn Cannabinoid - dann CBD mit Bedacht. Wenn du trotzdem mit dem Gedanken spielst, sprich mit einer Ärztin oder einem Therapeuten. Stabil ist sexy, gerade bei Angst.

Jonas Lichter

Jonas Lichter

Ich bin ein Experte für natürliche Heilmethoden und habe mich auf die therapeutische Anwendung von CBD, THC und HHC spezialisiert. In meiner Praxis in Salzburg unterstütze ich Menschen dabei, natürliches Wohlbefinden zu erreichen. Zusätzlich teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen über die Vorteile und Anwendungen von Cannabinoiden in verschiedenen Publikationen und auf meinem Blog.