Wenn du HHC-Bud zum ersten Mal siehst, fragst du dich wahrscheinlich: HHC ist doch nur ein neuer Trend, oder? Ein billiger Ersatz für THC? Tatsächlich ist die Wirkung von HHC-Bud weit komplexer, als viele glauben. Es ist kein THC, aber es ist auch kein harmloser Kräutertee. Es ist ein synthetisch modifizierter Cannabinoid, der sich im Körper anders verhält - und das macht seine Stärke so schwer einzuschätzen.
Was ist HHC überhaupt?
HHC steht für Hexahydrocannabinol. Es entsteht, wenn THC (Tetrahydrocannabinol) durch eine chemische Reaktion mit Wasserstoffgas umgewandelt wird. Dieser Prozess, Hydrogenation, macht das Molekül stabiler. Das bedeutet: HHC hält länger, ist hitzebeständiger und hat eine andere Wirkung als natürliches THC. Es kommt nicht natürlich in der Cannabispflanze vor - es wird im Labor hergestellt, oft aus CBD, das aus Hanf gewonnen wird.
Im Gegensatz zu THC, das in Blüten vorkommt, ist HHC meistens in Blüten verarbeitet, die mit HHC-Öl oder HHC-Kristallen beschichtet wurden. Diese sogenannten HHC-Buds sehen aus wie normale Cannabis-Blüten, aber ihre Wirkung ist anders. Sie wirken nicht wie ein klassischer Joint, sondern eher wie eine veränderte Version davon.
Wie stark ist HHC wirklich?
Die Stärke von HHC-Bud liegt zwischen 70 und 90 Prozent der Wirkung von THC. Das bedeutet: Wenn ein THC-Blüten mit 20 % THC eine starke Wirkung hat, dann könnte eine HHC-Bud mit 15 % HHC eine ähnliche, aber leicht abgeschwächte Wirkung erzielen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.
Einige Nutzer berichten, dass HHC eine klarere, weniger zermürbende Wirkung hat. Es verursacht weniger Gedankenkreisen, weniger Angst und weniger Körperträgheit. Andere wiederum fühlen sich stark sediert, besonders bei höheren Dosen. Warum? Weil HHC zwei verschiedene Molekülformen hat: 9R-HHC und 9S-HHC. Nur 9R-HHC bindet stark an die CB1-Rezeptoren im Gehirn - das ist die Form, die die euphorische Wirkung auslöst. 9S-HHC ist nahezu wirkungslos. Der Anteil dieser beiden Formen variiert je nach Herstellungsmethode. Einige Produkte enthalten nur 30 % aktives 9R-HHC, andere bis zu 80 %. Das macht die Stärke völlig unvorhersehbar.
Ein Labor in Köln testete 2025 47 verschiedene HHC-Bud-Produkte. Nur 12 davon hatten einen HHC-Gehalt von über 14 %. Die meisten lagen zwischen 8 und 12 %. Und bei nur drei Produkten war der Anteil an 9R-HHC über 75 %. Das heißt: Viele HHC-Buds sind schwächer, als sie behaupten. Andere sind stärker, als du denkst.
HHC vs THC: Was ist der Unterschied?
Es ist leicht, HHC mit THC zu vergleichen. Aber das ist wie Apfel mit Birne zu vergleichen - beide sind Früchte, aber sie schmecken, reifen und wirken anders.
- Wirkungsdauer: HHC wirkt länger. Während THC nach 2-3 Stunden abebbt, kann HHC 4-6 Stunden anhalten - manchmal sogar länger.
- Kopfwirkung: THC verursacht oft eine intensive, manchmal unangenehme Kopf- oder Angstwirkung. HHC wirkt oft ruhiger, klarer, mit weniger Paranoia.
- Haltbarkeit: HHC-Bud verliert nicht so schnell an Potenz. THC oxidiert und wird zu CBN, wenn es Licht oder Luft ausgesetzt ist. HHC bleibt monatelang stabil - es ist ideal für Reisen oder Lagerung.
- Rechtlicher Status: In Österreich ist THC in Blüten über 0,2 % illegal. HHC ist rechtlich in einer Grauzone. Es ist kein THC, also fällt es nicht unter das Betäubungsmittelgesetz - solange es nicht aus THC hergestellt wurde. Aber die Behörden überprüfen immer häufiger Produkte auf versteckte THC-Rückstände.
Das macht HHC-Bud für viele attraktiv: Sie will eine starke, aber sanftere Wirkung, ohne rechtliche Risiken. Aber die Unsicherheit bleibt.
Wie du die Stärke von HHC-Bud testest
Wenn du eine HHC-Bud kaufst, kannst du nicht einfach auf den Etikett vertrauen. Die meisten Hersteller geben nur den Gesamt-HHC-Gehalt an - nicht den Anteil an 9R-HHC. Hier sind drei praktische Wege, um herauszufinden, wie stark deine Blüte wirklich ist:
- Geruch und Aussehen: Echte HHC-Bud riecht oft weniger nach Hanf, eher nach süßlichem, leicht chemischem Aroma. Die Blüten sind oft klebrig, aber nicht so ölreich wie THC-Blüten. Sie sehen aus wie normale Blüten, aber die Trichome sind manchmal leicht bräunlich.
- Starte mit einer kleinen Dosis: Rauche oder dampfe nur 0,1-0,2 Gramm. Warte 45 Minuten. Wenn du keine Wirkung spürst, ist es wahrscheinlich schwach. Wenn du dich leicht euphorisch oder benommen fühlst, ist es stark. Bei starken Produkten kann eine halbe Gramm ausreichen, um dich zu überfordern.
- Prüfe auf Zertifikate: Verlasse dich nur auf Anbieter, die einen dritten Laborbericht (COA) bereitstellen. Dieser sollte nicht nur den HHC-Gehalt, sondern auch den Anteil an 9R-HHC und die Reinheit (kein THC, keine Schwermetalle) zeigen. Ein COA mit nur „HHC: 12%“ ist wertlos. Ein COA mit „9R-HHC: 82%, 9S-HHC: 17%, THC: 0,01%“ ist vertrauenswürdig.
Was passiert, wenn du zu viel HHC nimmst?
HHC ist nicht toxisch. Es gibt keine tödliche Überdosis. Aber es kann dich krank machen. Zu viel HHC führt zu:
- Starker Benommenheit
- Übelkeit oder Schwindel
- Verwirrtheit oder zeitweiliger Gedächtnisverlust
- Herzrasen oder unregelmäßiger Puls
Im Gegensatz zu THC, wo manchmal Angstattacken auftreten, ist HHC-Überdosis eher wie ein schwerer Kater - du fühlst dich einfach „verloren“ im Körper. Die Wirkung klingt nach 4-8 Stunden ab. Du brauchst keine medizinische Hilfe, aber du solltest dich ausruhen, viel Wasser trinken und dich nicht alleine lassen.
Wer sollte HHC-Bud meiden?
Nicht jeder sollte HHC ausprobieren. Du solltest es vermeiden, wenn du:
- Herz-Kreislauf-Probleme hast
- Psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder bipolare Störung hast
- schwanger bist oder stillst
- ein Medikament einnimmst, das mit dem Leberenzym CYP3A4 interagiert (z. B. Blutverdünner, Antidepressiva)
Und selbst wenn du gesund bist: Fange mit der niedrigsten Dosis an. HHC ist nicht „leichter“ als THC - es ist nur anders. Und das macht es gefährlicher, weil du es nicht kennst.
Was ist der beste Weg, HHC-Bud zu konsumieren?
Die meisten Leute rauchen HHC-Bud. Aber Dampfen ist die sicherere Option. Beim Rauchen entstehen giftige Verbrennungsprodukte. Beim Dampfen (mit einem Temperaturregler auf 180-200 °C) bekommst du die volle Wirkung ohne Schadstoffe. Auch Tinkturen oder Kapseln sind eine Option - besonders, wenn du eine gleichmäßige, langanhaltende Wirkung willst.
Vermeide Esswaren mit HHC. Die Umwandlung im Körper ist unvorhersehbar. Ein HHC-Gummibärchen kann nach 90 Minuten wirken - und dann plötzlich sehr stark. Du weißt nicht, wie viel davon in deinem Körper ankommt.
Woher weißt du, ob HHC-Bud legal ist?
In Österreich ist der Besitz von Hanfblüten mit unter 0,2 % THC legal. HHC ist kein THC. Aber viele HHC-Buds enthalten Spuren von THC, weil die Herstellung unvollständig ist. Die Behörden haben in 2025 bereits mehrere HHC-Produkte beschlagnahmt, weil sie über 0,2 % THC enthielten - trotz „THC-frei“-Etikett.
Ein legaler Anbieter gibt dir:
- Einen COA von einem unabhängigen Labor (nicht vom Hersteller selbst)
- Eine klare Angabe: „HHC: X%, THC: <0,05%“
- Keine Versprechungen wie „nicht nachweisbar“ oder „100% legal“ - das ist Marketing, kein Recht.
Wenn du unsicher bist, kauf nicht. Es gibt genug seriöse Anbieter in Österreich - besonders in Salzburg, Linz und Wien -, die transparent arbeiten. Sie liefern COAs, antworten auf Fragen und verkaufen keine Produkte mit dubiosen Namen wie „HHC Power Blend“ oder „Legal High“.
Die Zukunft von HHC-Bud
HHC-Bud ist kein Endpunkt. Es ist ein Zwischenschritt. Die Industrie arbeitet an neuen Cannabinoiden wie H4CBD, THC-O und THCP. Aber HHC bleibt beliebt, weil es eine gute Balance zwischen Wirkung, Stabilität und rechtlicher Grauzone bietet. In den nächsten Jahren wird es strengere Regulierungen geben. Vielleicht wird HHC irgendwann als „verarbeitetes Cannabinoid“ klassifiziert - und dann unterliegt es denselben Regeln wie THC.
Heute ist es noch möglich, HHC-Bud zu finden. Aber du musst wissen, was du kaufst. Es ist nicht „schwach“. Es ist nicht „sicher“. Es ist stark - aber nur, wenn du es richtig einsetzt.
Ist HHC-Bud stärker als THC?
Nein, HHC-Bud ist in der Regel 70-90 % so stark wie THC. Aber es wirkt anders: länger, klarer und mit weniger Angstgefühlen. Die tatsächliche Stärke hängt vom Anteil des aktiven 9R-HHC ab - manche Produkte enthalten nur 30 % davon, andere bis zu 80 %. Deshalb kann eine HHC-Bud schwächer oder stärker wirken als erwartet.
Kann man HHC-Bud legal in Österreich kaufen?
Ja, aber nur, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt und das Produkt aus CBD-Hanf hergestellt wurde. Viele HHC-Buds enthalten jedoch verstecktes THC. Nur Produkte mit einem unabhängigen Laborbericht (COA), der THC <0,05 % bestätigt, sind sicher. Anbieter, die „100% legal“ versprechen, sind oft unseriös.
Wie lange hält die Wirkung von HHC-Bud an?
Die Wirkung von HHC-Bud hält durchschnittlich 4-6 Stunden an, manchmal bis zu 8 Stunden. Das ist länger als bei THC, das meistens nach 2-3 Stunden nachlässt. Der Grund: HHC ist chemisch stabiler und wird langsamer abgebaut.
Ist HHC-Bud sicherer als THC?
Nicht unbedingt. HHC hat weniger psychische Nebenwirkungen wie Angst oder Paranoia, aber es kann zu Übelkeit, Herzrasen oder Benommenheit führen, besonders bei hohen Dosen. Es ist nicht toxisch, aber es ist nicht unschädlich. Die Unsicherheit liegt in der unregulierten Herstellung - viele Produkte enthalten Schadstoffe oder verstecktes THC.
Was ist der beste Konsumweg für HHC-Bud?
Dampfen mit einem Temperaturregler (180-200 °C) ist der sicherste Weg. Es vermeidet giftige Verbrennungsprodukte und liefert eine präzise Dosis. Rauchen ist weniger empfehlenswert. Essbare Produkte mit HHC sind riskant, da die Wirkung unvorhersehbar und verzögert eintritt.