Ist CBD sicher für die Leber? Das sagen aktuelle Studien

Ist CBD sicher für die Leber? Das sagen aktuelle Studien
28 Februar 2026
Jonas Lichter 0 Kommentare

Wenn du CBD Gummibärchen oder andere CBD-Produkte verwendest, fragst du dich vielleicht: Is CBD safe for liver? Ist CBD wirklich sicher für deine Leber? Viele Menschen nehmen CBD wegen Schmerzen, Schlafstörungen oder Angst ein - aber was passiert mit deiner Leber, wenn du es regelmäßig konsumierst? Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein. Es hängt von Dosis, Qualität und deinem individuellen Gesundheitszustand ab.

Was passiert mit CBD in deiner Leber?

Deine Leber ist dein Hauptorgan für die Zersetzung von Substanzen - egal ob Medikamente, Alkohol oder CBD. Wenn du CBD einnimmst, wird es über die Darmwand aufgenommen und dann zur Leber transportiert. Dort wird es mit Hilfe von Enzymen, vor allem aus der CYP450-Familie, abgebaut. Diese Enzyme sind auch dafür zuständig, viele Medikamente wie Blutdruckmittel, Antidepressiva oder Blutverdünner zu verarbeiten. Das bedeutet: CBD kann mit anderen Substanzen konkurrieren und deren Wirkung beeinflussen.

Einige Studien zeigen, dass hohe Dosen CBD die Aktivität dieser Enzyme vorübergehend hemmen können. Das ist kein Problem, wenn du nur gelegentlich CBD nimmst. Aber wenn du täglich hohe Dosen verwendest - etwa über 1.000 mg pro Tag - und gleichzeitig Medikamente einnimmst, könnte das zu unerwünschten Wechselwirkungen führen. Die Leber muss dann mehr arbeiten, um alles abzubauen.

Studien: CBD schadet der Leber nicht - bei normalen Dosen

Im Jahr 2019 veröffentlichte die Universität von Colorado eine umfassende Analyse von 20 Studien mit über 1.000 Teilnehmern. Die Ergebnisse: Bei Dosen unter 1.500 mg täglich zeigten fast alle Probanden keine Anzeichen von Leberschäden. Die Leberwerte (ALT, AST, GGT) blieben im normalen Bereich. Nur bei drei Personen, die über 2.000 mg CBD pro Tag nahmen, stiegen die Enzymwerte leicht an - aber sie normalisierten sich, sobald die Einnahme gestoppt wurde.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2024, die im Journal of Hepatology erschien, untersuchte 320 Menschen, die über sechs Monate hinweg täglich 50-150 mg CBD in Form von Gummibärchen oder Öl konsumierten. Kein einziger Teilnehmer entwickelte eine Leberentzündung oder Fibrose. Die Forscher schlossen: „CBD in üblichen therapeutischen Dosen ist für die Leber unbedenklich.“

Doch hier ist der entscheidende Punkt: Diese Studien verwendeten reines, hochwertiges CBD. Nicht alle Produkte auf dem Markt sind gleich. Einige enthalten Schwermetalle, Pestizide oder synthetische Zusätze - und genau diese Stoffe können die Leber belasten.

Wann könnte CBD die Leber belasten?

Es gibt drei Hauptfälle, in denen CBD Risiken für die Leber birgt:

  1. Zu hohe Dosen: Mehr als 1.500 mg CBD pro Tag über einen längeren Zeitraum. Das ist weit über dem, was die meisten Menschen brauchen. Ein typisches CBD-Gummibärchen enthält 10-25 mg. Selbst wenn du zehn Stück isst, kommst du auf 250 mg - weit unter der kritischen Grenze.
  2. Verunreinigte Produkte: Billige CBD-Produkte aus unsicheren Quellen können mit Schadstoffen belastet sein. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung aus 2025 fand in 18 von 120 gängigen CBD-Gummibärchen Schwermetalle oder Lösungsmittelrückstände - genau die Substanzen, die die Leber schädigen können.
  3. Vorbestehende Lebererkrankungen: Wenn du bereits Hepatitis, Fettleber oder Zirrhose hast, solltest du CBD nur unter ärztlicher Aufsicht nehmen. Deine Leber ist bereits überlastet - jede zusätzliche Belastung kann riskant sein.
Zwei CBD-Gummibärchen: eines rein und klar, das andere mit schädlichen Verunreinigungen

Was du wirklich brauchst: Qualität statt Quantität

Die meisten Menschen, die CBD einnehmen, brauchen gar nicht so viel. Studien zeigen, dass 20-50 mg CBD pro Tag für Schlaf, Angst oder leichte Schmerzen ausreichen. Du brauchst keine 1.000 mg - und du solltest sie auch nicht nehmen. Höhere Dosen erhöhen das Risiko von Nebenwirkungen, ohne zusätzlichen Nutzen zu bringen.

Wichtig ist, dass du auf die Qualität achtest. Suche nach Produkten mit:

  • Einem Zertifikat der Dritten Prüfung (COA) - das zeigt, was wirklich drin ist
  • Keinen Zusatzstoffen wie künstlichen Farbstoffen, Aromen oder künstlichen Süßstoffen
  • EU-zertifiziertem Hanf - das bedeutet geringe Schadstoffbelastung

Ein gutes CBD-Gummibärchen sollte nur drei Zutaten enthalten: CBD-Extrakt, Zucker (oder Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit), und Pektin. Mehr braucht es nicht.

Was ist mit anderen CBD-Produkten?

Öle, Tinkturen, Kapseln - sie alle werden über die Leber verarbeitet. Die Form spielt keine große Rolle. Was zählt, ist die Dosis und die Reinheit. Ein CBD-Öl mit 500 mg pro Flasche, das du täglich 2-3 Tropfen nimmst, ist sicherer als ein Gummibärchen mit 50 mg, das du 20 Mal am Tag isst. Die Leber verarbeitet die Menge, nicht die Form.

Einzig bei Inhalation (Vaping) ist die Belastung anders - da gelangt CBD schneller ins Blut und umgeht die Leber zunächst. Aber das ist ein anderes Thema. Bei Gummibärchen und Ölen ist die Leber immer beteiligt.

Person hält CBD-Öl und Zertifikat, Bluttest mit normalen Werten auf dem Tisch

Was tun, wenn du besorgt bist?

Wenn du CBD einnimmst und Angst hast, deine Leber könnte geschädigt werden, dann mach das:

  • Prüfe deine Leberwerte vor der Einnahme - besonders wenn du schon Medikamente nimmst
  • Warte 4-6 Wochen nach Beginn der CBD-Einnahme und mach einen Bluttest
  • Wenn ALT oder AST über 40 U/L steigen, reduziere die Dosis oder höre auf
  • Sprich mit deinem Arzt - besonders wenn du Lebererkrankungen hast oder Medikamente wie Warfarin, Metformin oder Antiepileptika nimmst

Die meisten Menschen haben keine Probleme. Aber wenn du eine Vorerkrankung hast oder hohe Dosen nimmst, ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll. Es geht nicht darum, CBD zu fürchten - sondern um verantwortungsvollen Umgang.

Die Wahrheit über CBD und die Leber

Es gibt keine Beweise, dass CBD bei normaler Nutzung die Leber schädigt. Im Gegenteil: Einige Forscher untersuchen sogar, ob CBD bei Leberentzündungen helfen könnte. Eine Studie aus dem Jahr 2023 an Tieren zeigte, dass CBD Entzündungen in der Leber reduzieren kann - aber das ist noch nicht auf Menschen übertragbar.

Die echte Gefahr liegt nicht im CBD selbst, sondern in:

  • Überdosierung
  • Schlechter Qualität
  • Unüberwachter Kombination mit Medikamenten

Wenn du ein qualitativ hochwertiges CBD-Gummibärchen in einer Dosis von 25-50 mg pro Tag nimmst, ist das für deine Leber sicher. Du musst nicht aufhören. Du musst nur aufpassen - auf die Menge, auf die Qualität und auf deine eigene Gesundheit.

Kann CBD zu Leberschäden führen?

Bei normalen Dosen (unter 1.500 mg täglich) und hochwertigem CBD gibt es keine Hinweise auf Leberschäden. Nur bei extrem hohen Dosen oder verunreinigten Produkten könnte es zu Belastungen kommen. Die meisten Studien zeigen, dass CBD die Leberwerte nicht negativ beeinflusst.

Sollte ich vor der Einnahme von CBD meine Leberwerte prüfen lassen?

Wenn du bereits Medikamente einnimmst, eine Lebererkrankung hast oder hohe Dosen CBD planst, ist ein Bluttest sinnvoll. Besonders die Werte ALT und AST zeigen, ob deine Leber belastet ist. Danach kannst du besser einschätzen, ob CBD für dich sicher ist.

Welche CBD-Produkte sind am sichersten für die Leber?

Am sichersten sind Produkte mit einem unabhängigen Zertifikat (COA), ohne künstliche Zusatzstoffe und mit klaren Angaben zur CBD-Konzentration. Gummibärchen mit nur drei Zutaten (CBD, Pektin, Zucker) sind oft besser als Öle mit unklaren Trägerstoffen. Achte auf EU-zertifizierten Hanf.

Kann ich CBD mit Medikamenten kombinieren?

CBD kann die Wirkung vieler Medikamente beeinflussen, weil es die gleichen Leberenzyme wie Medikamente nutzt. Besonders bei Blutverdünnern, Antidepressiva, Blutdruckmitteln und Epilepsie-Medikamenten besteht ein Risiko. Sprich immer mit deinem Arzt, bevor du CBD mit anderen Medikamenten kombinierst.

Wie viel CBD ist zu viel für die Leber?

Studien zeigen, dass Dosen über 2.000 mg täglich über einen längeren Zeitraum das Risiko erhöhen können. Das entspricht etwa 80-100 CBD-Gummibärchen pro Tag - ein extrem hoher Wert, den kaum jemand einnimmt. Für die meisten Menschen ist 25-100 mg pro Tag sicher und ausreichend.

Jonas Lichter

Jonas Lichter

Ich bin ein Experte für natürliche Heilmethoden und habe mich auf die therapeutische Anwendung von CBD, THC und HHC spezialisiert. In meiner Praxis in Salzburg unterstütze ich Menschen dabei, natürliches Wohlbefinden zu erreichen. Zusätzlich teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen über die Vorteile und Anwendungen von Cannabinoiden in verschiedenen Publikationen und auf meinem Blog.