Wenn du CBD-Gummis isst, fragst du dich wahrscheinlich: CBD wird das überhaupt aufgenommen? Oder verschwindet es einfach ungenutzt durch deinen Körper? Die Antwort ist nicht einfach ja oder nein - es hängt davon ab, wie dein Körper mit CBD umgeht, und das ist komplizierter, als viele denken.
Wie CBD im Körper ankommt
Wenn du eine CBD-Gummi isst, landet sie zuerst im Magen. Dort wird sie mit Magensäften und Enzymen gemischt. Danach wandert sie in den Darm, wo die eigentliche Aufnahme stattfindet. Hier wird das CBD durch die Darmwand in dein Blut aufgenommen. Das ist der gleiche Weg wie bei Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln.
Doch hier kommt das Problem: CBD ist fettlöslich. Das bedeutet, es löst sich schlecht in Wasser - und dein Verdauungstrakt besteht hauptsächlich aus Wasser. Ohne Fett oder spezielle Trägerstoffe bleibt ein Großteil des CBD einfach ungenutzt. Studien zeigen, dass nur etwa 5 bis 20 % des CBD aus Gummis tatsächlich in deinen Blutkreislauf gelangen. Der Rest wird abgebaut oder ausgeschieden.
Warum CBD-Gummis oft weniger wirken als gedacht
Viele Leute kaufen CBD-Gummis, weil sie sie einfach und geschmackvoll finden. Aber wenn du nach einer klaren Wirkung suchst - etwa bei Schlafproblemen, Angst oder Schmerzen - dann könnte dir das nicht reichen. Der Grund: Die Bioverfügbarkeit ist extrem niedrig.
Das bedeutet: Wenn du eine Gummibonbons mit 25 mg CBD isst, landen vielleicht nur 2 bis 5 mg wirklich in deinem Blut. Der Rest wird von deiner Leber abgebaut, bevor er überhaupt wirken kann. Das ist der sogenannte First-Pass-Effekt. Deine Leber zerlegt das CBD, bevor es die Organe erreicht, die es brauchen.
Das ist auch der Grund, warum manche Menschen nach Tagen oder Wochen mit CBD-Gummis nichts spüren. Sie nehmen genug ein - aber ihr Körper kann es nicht nutzen. Es ist, als würdest du ein Medikament in einen Abfluss werfen und erwarten, dass es deine Kopfschmerzen lindert.
Was die Aufnahme verbessert
Es gibt Wege, die Aufnahme von CBD aus Gummis zu steigern. Die einfachste Methode: Nimm sie mit einer Mahlzeit ein, die Fett enthält. Avocado, Nüsse, Olivenöl oder Vollmilchprodukte helfen dem CBD, sich besser aufzulösen. Eine Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die Bioverfügbarkeit von CBD bei gleichzeitiger Fettaufnahme um bis zu 4,5 Mal höher war als auf leeren Magen.
Einige Hersteller verwenden schon jetzt Technologien wie Nano-Emulsionen oder Liposomen. Das sind winzige Fetttröpfchen, die CBD umschließen und es wie einen Schutzschild durch den Verdauungstrakt tragen. Diese Gummis werden oft als „hochverfügbar“ beworben. Sie können die Aufnahme auf bis zu 30-40 % steigern - fast doppelt so viel wie herkömmliche Produkte.
Wenn du auf der Suche nach besserer Wirkung bist, schau auf die Zutatenliste. Suche nach Begriffen wie „nano CBD“, „liposomales CBD“ oder „MCT-Öl“ (mittelkettige Triglyceride). Das sind keine Marketingwörter - das sind bewährte Hilfsstoffe, die die Aufnahme wirklich verbessern.
Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?
Im Gegensatz zu CBD-Öl, das unter die Zunge geträufelt wird, brauchen Gummis länger. Du musst mit einer Wirkung von 45 Minuten bis 2 Stunden rechnen. Das liegt an der Verdauung. Dein Körper muss erst alles aufbrechen, bevor das CBD ins Blut gelangt.
Wenn du CBD für schnelle Linderung brauchst - etwa bei akutem Schmerz oder Angst - sind Gummis nicht die beste Wahl. Sie eignen sich besser für langfristige Anwendungen: tägliche Unterstützung bei Stress, Schlafproblemen oder leichten Entzündungen. Die Wirkung hält auch länger an - oft 6 bis 8 Stunden - weil das CBD langsam freigesetzt wird.
Wie viel CBD brauchst du wirklich?
Weil die Aufnahme so schlecht ist, brauchst du mehr CBD in Gummis als in anderen Formen. Viele Anfänger nehmen 10-15 mg pro Tag - und spüren nichts. Experten empfehlen bei Gummis oft 25-50 mg pro Tag, besonders wenn du sie auf leeren Magen nimmst.
Ein guter Startpunkt: 25 mg am Abend, mit einem kleinen Snack, der Fett enthält. Beobachte, wie du dich in den nächsten Tagen fühlst. Wenn du nach einer Woche immer noch keine Veränderung spürst, erhöhe langsam auf 35-50 mg. Die meisten Menschen finden ihre optimale Dosis zwischen 30 und 75 mg täglich - aber nur, wenn sie die Gummis richtig einnehmen.
Was du sonst noch wissen solltest
Nicht alle CBD-Gummis sind gleich. Viele enthalten nur winzige Mengen CBD - manchmal weniger als 5 mg pro Stück. Prüfe immer das Etikett: Steht „CBD-Isolat“, „Breitband-CBD“ oder „Full-Spectrum“? Full-Spectrum enthält andere Cannabinoide und Terpene, die die Wirkung verstärken. Das nennt man den „Entourage-Effekt“. Er kann die Aufnahme und Wirkung verbessern, auch wenn die Menge CBD gleich bleibt.
Und Achtung: CBD wirkt nicht wie THC. Es macht nicht high. Es verändert nicht deine Wahrnehmung. Es beruhigt dein Nervensystem, reduziert Entzündungen und kann den Schlaf verbessern. Aber das passiert nur, wenn es auch in deinem Körper ankommt.
Alternativen zu CBD-Gummis
Wenn du merkst, dass Gummis nicht für dich funktionieren, gibt es bessere Wege, CBD aufzunehmen:
- CBD-Öl unter die Zunge: Direkte Aufnahme über die Schleimhäute. Bioverfügbarkeit: 20-35 %. Wirkung nach 15-30 Minuten.
- CBD-Kapseln mit Fett: Ähnlich wie Gummis, aber ohne Zucker und künstliche Aromen. Bessere Dosierung.
- CBD-Creme: Für lokale Schmerzen - wird nicht ins Blut aufgenommen, wirkt nur an der Stelle.
- Nasenspray oder Inhalation: Sehr schnell, aber nicht für alle geeignet.
Die meisten Menschen, die CBD langfristig nutzen, kombinieren mehrere Formen. Zum Beispiel: Öl für schnelle Wirkung, Gummis für den Tag, Creme für den Rücken.
Was passiert, wenn CBD nicht aufgenommen wird?
Nichts Schlimmes. CBD ist nicht giftig. Wenn es nicht aufgenommen wird, wird es einfach über den Stuhl ausgeschieden. Du zahlst Geld für etwas, das nicht wirkt - aber du riskierst keine Nebenwirkungen. Das ist der große Vorteil: CBD ist sicher, auch wenn es nicht funktioniert.
Das Problem ist nicht die Sicherheit - das Problem ist die Effizienz. Du willst dein Geld nicht für unwirksame Produkte verschwenden. Deshalb ist es wichtig, auf Qualität, Dosierung und Einnahme zu achten.
Wie du weißt, ob CBD bei dir wirkt
Es gibt keine schnelle Messung wie bei einem Bluttest. Du musst es spüren. Halte ein Tagebuch: Schreibe auf, wann du die Gummis nimmst, mit was du sie isst, und wie du dich danach fühlst - besonders nach 2-3 Stunden und am nächsten Morgen.
Suche nach diesen Anzeichen:
- Bessere Schlafqualität - schneller einschlafen, weniger Nachtwachen
- Weniger Anspannung - du fühlst dich ruhiger, auch in stressigen Situationen
- Leichtere Bewegung - weniger Steifheit, weniger Schmerzen beim Aufstehen
- Stabilerer Stimmung - weniger emotionale Schwankungen
Wenn du nach 2-3 Wochen nichts spürst, ist es Zeit, die Dosis zu erhöhen, die Gummis zu wechseln oder eine andere Form auszuprobieren.
Wird CBD von meinem Körper überhaupt aufgenommen?
Ja, aber nur ein kleiner Teil. Bei CBD-Gummis wird nur 5-20 % des CBD in den Blutkreislauf aufgenommen, weil es im Verdauungstrakt abgebaut wird. Mit Fett oder speziellen Technologien wie Nano-Emulsionen kann die Aufnahme auf bis zu 40 % steigen.
Warum spüre ich nichts, obwohl ich CBD-Gummis nehme?
Möglicherweise ist die Dosis zu niedrig, du nimmst sie auf leeren Magen oder die Gummis enthalten schlechte Qualität. Die meisten Menschen brauchen 25-50 mg CBD pro Tag, um Wirkung zu spüren - und sie sollten sie mit Fett einnehmen.
Wie lange dauert es, bis CBD-Gummis wirken?
Typischerweise 45 Minuten bis 2 Stunden, weil das CBD erst durch den Verdauungstrakt passieren muss. Die Wirkung hält dann 6-8 Stunden an.
Ist CBD-Gummi besser als CBD-Öl?
CBD-Öl wirkt schneller und wird besser aufgenommen - besonders wenn es unter die Zunge gegeben wird. CBD-Gummis sind praktischer und geschmackvoller, aber weniger effizient. Sie eignen sich besser für tägliche Unterstützung, nicht für schnelle Linderung.
Kann ich CBD-Gummis mit anderen Medikamenten nehmen?
CBD kann die Wirkung von bestimmten Medikamenten beeinflussen, besonders solchen, die über die Leber abgebaut werden - wie Blutverdünner, Antiepileptika oder Antidepressiva. Sprich mit deinem Arzt, bevor du CBD mit anderen Medikamenten kombinierst.